Siri AI auf iPhone und iPad: EU-Nutzer könnten noch Monate warten
Wer Siri AI auf einem iPhone oder iPad in der Europäischen Union nutzen möchte, muss sich offenbar weiterhin gedulden. Laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman könnte es selbst im günstigsten Fall noch rund fünf Monate dauern, bis Apple die neue Siri-Version in der EU freigibt. Eine längere Verzögerung sei ebenfalls möglich.
- Siri AI ist auf iPhone und iPad in der EU weiterhin nicht verfügbar
- Mark Gurman hält rund fünf weitere Monate für das bestmögliche Szenario
- Eine noch längere Verzögerung ist dem Bericht zufolge möglich
- Auf unterstützten Macs steht Siri AI in der EU bereits zur Verfügung
- Apple und die EU-Kommission bewerten die Auswirkungen des DMA unterschiedlich
Hintergrund sind weiterhin Apples Auseinandersetzungen mit den europäischen Vorgaben des Digital Markets Act. Apple hatte bereits im Juni angekündigt, Siri AI zunächst nicht unter iOS 27 und iPadOS 27 in der EU anzubieten. Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit Anforderungen an die Öffnung zentraler Systemfunktionen für konkurrierende virtuelle Assistenten.
Der Digital Markets Act, kurz DMA, ist ein EU-Gesetz für besonders große digitale Plattformen. Sogenannte Gatekeeper müssen unter anderem bestimmte Dienste für Wettbewerber öffnen und dürfen eigene Angebote nicht ohne Weiteres bevorzugen. Apple und die EU-Kommission sind sich uneinig darüber, wie diese Vorgaben bei tief in das Betriebssystem integrierten KI-Assistenten umgesetzt werden sollen.
Keine Einschränkung auf dem Mac
Die Sperre betrifft nicht sämtliche Apple-Plattformen. Auf Macs kann Siri AI in der Europäischen Union genutzt werden, sofern eine unterstützte Sprache eingestellt ist. Apple hatte auch für visionOS 27 eine Verfügbarkeit in der EU angekündigt. Auf iPhone und iPad bleibt der Zugriff dagegen vorerst verwehrt.
Apple erklärte im Juni, mehrere Vorschläge vorgelegt zu haben, mit denen konkurrierende Assistenten Zugriff auf vergleichbare Funktionen erhalten sollten. Nach Darstellung des Unternehmens seien diese von den europäischen Regulierungsbehörden nicht akzeptiert worden. Einen Termin für die Einführung unter iOS und iPadOS nannte Apple damals nicht.
Die Europäische Kommission weist Apples Darstellung allerdings zurück. Nach ihrer Auffassung verhindert der Digital Markets Act die Einführung von Siri AI nicht. Apple müsse neue Dienste lediglich so anbieten, dass die Vorgaben des Gesetzes eingehalten und Drittanbietern unter Zustimmung der Nutzer vergleichbare Zugriffsmöglichkeiten eingeräumt werden.
Gurman vermutet Druck auf die EU-Kommission
Gurman geht in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter noch einen Schritt weiter. Seiner Einschätzung nach könnte Apple die Einführung bewusst zurückhalten, um den Druck auf die Europäische Kommission zu erhöhen. Unzufriedene Kunden könnten demnach dazu beitragen, die politische Debatte über die europäischen Vorgaben zu verschärfen.
Dabei handelt es sich allerdings um Gurmans Einschätzung und nicht um eine von Apple bestätigte Strategie. Offiziell führt Apple weiterhin Datenschutz- und Sicherheitsbedenken als Grund dafür an, Siri AI auf iPhone und iPad in der EU nicht freizugeben.
Ein ähnliches Muster gab es bereits bei Apple Intelligence. Auch einige dieser Funktionen kamen in der Europäischen Union später auf iPhone und iPad als in anderen Märkten. Bei Siri AI könnte die Verzögerung nun ebenfalls deutlich über den eigentlichen Start von iOS 27 hinausgehen.
Wann Siri AI tatsächlich auf europäischen iPhones und iPads verfügbar sein wird, ist damit weiterhin offen. Sollte Gurmans optimistischste Prognose zutreffen, wäre selbst eine Freigabe erst in einigen Monaten möglich. Eine offizielle Zusage für diesen Zeitraum gibt es nicht.










Diskutiere mit!
Hier kannst du den Artikel "Siri AI auf iPhone und iPad: EU-Nutzer könnten noch Monate warten" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.
Alles in allem ein Trauerspiel und sehr mühsam für die Kunden. Diese müssen den vollen Preis für ihr iPhone zahlen und bekommen deutlich weniger als z.b. Kunden in den USA
Zum Verfassen von Kommentaren bitte mit deinem Mac-Life-Account anmelden.
oder anmelden mit...